ImmoWelt vom 09.10.2025


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Kommentar:

  • Das Narrativ vom „minimalistischen Leben“ verfehlt die Realität: Rund 90 % der tatsächlichen Käufer von Mikrohäusern sind Best Ager ab ca. 60 Jahren, die aus pragmatischen Gründen ihr zu groß gewordenes Eigenheim gegen ein kleineres Haus mit Grundstück tauschen.
  • Zentrale Fehler entstehen, wenn Mikrohäuser ohne Grundstück geplant oder vermarktet werden; auch kleine Häuser unterliegen vollständig dem Baurecht und erfordern professionelle Begleitung durch Makler, Architekten und Statiker.
  • Banken sind bei Mikrohäusern grundsätzlich finanzierungsbereit, sofern ein Baugrundstück und eine Grundschuldbesicherung vorliegen; Probleme entstehen fast ausschließlich bei grundstückslosen, „mobilen“ Konzepten.
  • Fachkundige Immobilienmakler spielen eine Schlüsselrolle: Sie können Grundstücke identifizieren, Teilungen prüfen, Betrugsrisiken vermeiden und eine reale, kaufkräftige Zielgruppe konstruktiv an das Thema Mikrohaus heranführen.

Anmerkungen:

  • Das häufig bemühte Leitbild des „minimalistischen Lebens“ spiegelt das reale Kaufverhalten kaum wider; die tatsächliche Hauptzielgruppe von Mikrohäusern besteht zu rund 90 % aus Best Agern ab etwa 60 Jahren, deren bestehendes Eigenheim nach dem Auszug der Kinder zu groß geworden ist und die pragmatisch downsizen möchten.
  • iese Zielgruppe erwartet stets ein Haus mit Grundstück; Konzepte ohne Baugrundstück führen regelmäßig zu Fehlplanungen, langen Genehmigungszeiten, rechtlichen Problemen oder sogar Betrugsfällen. Auch Mikrohäuser sind vollwertige Wohngebäude und unterliegen uneingeschränkt dem Baurecht.
  • Eine fachkundige Einbindung von Immobilienmaklern, Architekten, Statikern und ggf. Stadtplanern ist entscheidend, insbesondere da kleine Baugrundstücke rar sind; Instrumente wie Baulückenkataster oder Grundstücksteilungen spielen hierbei eine zentrale Rolle.
  • Banken stehen der Finanzierung von Mikrohäusern grundsätzlich offen gegenüber, sofern ein Baugrundstück und eine grundbuchliche Besicherung vorhanden sind; Finanzierungsschwierigkeiten entstehen fast ausschließlich bei „mobilen“ Häusern ohne Grundstück.
  • Medienberichte über Genehmigungsprobleme, Schimmel oder technische Mängel resultieren meist aus nicht genehmigungsfähigen Konzepten; in legal geplanten Mikrohäusern mit aktiver Raumklimatisierung treten solche Probleme grundsätzlich nicht auf.