Augsburger Allgemeine vom 22.09.2025


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Kommentar:

  • Das Projekt für ein Pflege-Mikrohaus wird kritisch gesehen, da staatliche Forschungsgelder für eine Entwicklungsaufgabe eingesetzt werden, die der freien Wirtschaft zuzuordnen wäre.
  • Die genannten Kosten sind unrealistisch niedrig; realistisch liegen die Gesamtaufwendungen inklusive Grundstück und Nebenkosten deutlich über 300.000 €.
  • Flächenangaben und Nutzungsszenarien (Garten, Quartier) verkennen baurechtliche Realitäten und genehmigungsrechtliche Hürden.
  • Wissenschaftlicher Mehrwert, Wirtschaftlichkeit und Nutzen der eingesetzten Steuergelder bleiben unzureichend belegt.

Anmerkungen:

  • Die grundsätzliche Auseinandersetzung mit Wohnlösungen für pflegebedürftige Menschen wird begrüßt, die konkrete Umsetzung jedoch kritisch hinterfragt.
  • Es wird beanstandet, dass staatliche Forschungsgelder für die Entwicklung eines Muster-Mikrohauses eingesetzt werden, obwohl es sich dabei um klassische Entwicklungsarbeit handelt, die Aufgabe der freien Wirtschaft wäre.
  • Die veranschlagten Baukosten von rund 180.000 € werden als unrealistisch niedrig bewertet; realistisch seien – je nach Grundstückssituation – Gesamtkosten von deutlich über 300.000 €.
  • Neben dem Haus selbst würden regelmäßig erhebliche Zusatzkosten für Grundstück, Erschließung, Bauantrag, Fundamente, Transport, Kran, Stellplatz und Nebengebäude anfallen.
  • Auf dieser Kostenbasis seien weder bezahlbare Mieten noch wirtschaftlich tragfähige Pflege- oder Wohnmodelle darstellbar.
  • Die angegebene Wohnfläche wird als geschönt kritisiert; rechnerisch liege die tatsächliche Wohnfläche eher bei rund 21 m² statt der genannten 30 m².
  • Hinweise, das Mikrohaus könne im eigenen Garten oder in Quartieren aufgestellt werden, verkennen die erheblichen genehmigungsrechtlichen Hürden der Hintergrundbebauung und innerstädtischen Nutzung.
  • Mikrohäuser seien baurechtlich und wirtschaftlich vor allem für ländliche Räume geeignet, müssten sich dort jedoch an bestehende Nachbarschaftsbebauung anpassen.
  • Insgesamt wird bemängelt, dass die Entwicklung weder realitätsnah noch wirtschaftlich fundiert sei und der wissenschaftliche Mehrwert sowie der Nutzen der eingesetzten Steuergelder nicht überzeugend dargelegt würden.

 

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